25.09.19

Massage im antiken Griechenland: ein therapeutisches Ritual

Massagen gibt es seit Menschheitsgedenken und haben sich als sehr wohltuend für Körper und Seele erwiesen: Diese Verwöhnbehandlung kann bei Verspannungen oder Schmerzen helfen, die allgemeine Entspannung fördern und zum generellen Wohlbefinden einer Person beitragen. Von all den auf der Welt bekannten Massagepraktiken ist die altgriechische eine Variante, die allen Bedürfnissen gerecht wird, egal ob sie Schmerz oder Verspannungen lindern oder den allgemeinen Zustand von Körper und Geist verbessern soll.

Eine jahrtausendealte Tradition trifft auf Wissenschaft

Die Massage im antiken Griechenland wird zu einem wissenschaftlichen Instrument der Heilung.

Eine Massage mit Ölen, griechischen aromatischen Kräutern und Salben war Teil der Übungen in den Asklepieia, den heilenden Tempeln des antiken Griechenland. Es war jedoch Hippokrates, der Vater der modernen Medizin, der die Massage auf wissenschaftliche Weise in die von ihm zur Heilung verordneten Therapien einführte, wobei von den behandelnden Ärzten zumindest eine durchgeführt werden sollte. Er und die anderen Ärzte der Schule von Kos legten unterschiedliche Massagetypen hinsichtlich der unterschiedlichen Erfordernisse fest, so  z.B. um Gliedmaßen zu entspannen, diese bei der Heilung zu unterstützen oder den Körper insgesamt zu straffen. Je nach Behandlungsziel (Gewichtsverlust, Erhöhung der Körpermasse, Heilung einer Verletzung etc.) legten sie auch die optimalen Zeitabstände zwischen den Massagetherapien fest.

Techniken

Hippokrates Massagetechniken revolutionierten die Praxis, indem sie Griffe einführten, die den Blutfluss in Richtung Körpermitte leiteten (im Gegensatz zu den älteren Praktiken, die ihn gegen das Ende der Extremitäten richteten). Je nach Zustand wurden auch häufig Trockenmassagen verordnet.